Es war bereits Mitternacht, als die Helden sich entschlossen, das Nachtlager aufzuschlagen. Marouque wollte noch wissen, ob es Neues von Shira gibt…aber er bekam keine Antwort und legte sich äußerst beunruhigt hin. Die Wachen verliefen ruhig, nur einmal war ein weit entferntes Rabengeschrei aus dem Osten zu vernehmen. Nach nur 5 Stunden Rast ritten die Verfolger mit den ersten Strahlen der Sonne weiter. Nach knapp drei Stunden erreichten sie die vermeintliche Raststelle der Gruppe Jorans, jedoch keine Spur von ihnen. Allerdings war eine sehr starke Restmagie zu spüren. Von Shira und Cerridwen immer noch keine Spur… Kurz dahinter fand man den vermeintlichen Rastplatz, verlassen, und ausser niedergetrampelten Gras kein Anzeichen mehr…so ritt man schnell weiter nach Caer Toc, wo man am späten Vormittag ankam. Weder die Stadtwachen an Haupttor noch am Westtor haben den Tross Jorans gesehen…was war nur geschehen??? Aldric wurde anfangs noch nicht seine Herkunft geglaubt, was sich später jedoch ändern sollte. Jedenfalls kauften sich die Helden eine Karte der Stadt und sah sich in der Stadt um: Am Hafen schliesslich hörten sie von Hafenmeister, einem offensichtlich unfähigem, oder faulen Menschen von dem Schiff mit dem grossen Rabensymbol auf dem Segel…aber…wo war es hin. Es war wie….gesunken…und kurz darauf berichteten einige Hafenarbeiter Marouque tatsächlich, dass es wie von Geisterhand am Morgen versunken war, obwohl vor 5 Tagen angekommen und seitdem ruhig vor Anker liegend. Aldric versuchte ein Schiff für die Überfahrt nach ‚Heimatland’ zu chartern. Das schnellste Schiff, die Black Pearl hätte aber 100.000 Goldstücke gekostet, andere immerhin auch 1000 Goldstücke pro Mann und Maus. Keines der Schiffe wäre jedoch sofort, sondern erst am nächsten Tag ausgelaufen. Als Marouque von dem gesunkenen Rabenschiff, dem Schiff Jorans berichtete, wollte man die Stelle untersuchen, jedoch trauten sich ein Hafenarbeiter, namentlich Milton, erst gegen 100 Goldstücke, die Gruppe bei Tag zu der Stelle zu bringen, da das Aufhalten im Hafenbereich verboten ist. An der Stelle angekommen, nutze Zlorfi sowohl sein Unterwasseratem-Amulett und zur besseren Sicht und um keine Fackel mitnehmen zu müssen (!) Valerias Restlichverstärker, welchen diese bereitwillig herausgab…nach 5 Minuten Überredungskunst der anderen! Als Zlorf nach einigen Minuten immer noch nicht auftauchte, wurde Milton immer nervöser, bis er sich schon dachte, das da Magie im Spiel ist: Der Mann ist kompetent, dachte sich Aldric und versprach ihm den Posten des Hafenmeisters! Nach 30 Minuten kam Zlorf wieder an die Oberfläche und berichtete erstaunliches: Das Schiff ist völlig leer, keine Ladung, keine Leichen, die Kajüten völlig leer, und das Schiff total kaputt, ja seeuntauglich, allerdings erst kurz gesunken, da nicht von Algen oder ähnlichem befallen. Man schloss auf einen Illusionszauber. Wieder an Land erkundete man die Stadt weiter, da sich keines der Schiffe vor morgen vom Hafen wegbewegte. Das Schloss, oder besser dessen Rohbau, war vor etwa 1 Woche unter mysteriösen Umständen zusammengestürzt, mitten im Bau befindlich. Es herrschte viel Aufruhr und Aldric, der ‚seine’ Stadt und ‚seinen’ Palast zu retten versuchte, begab sich mit der Gruppe zum Haus des schuldigen Architekten, welches jedoch völlig verbarrikadiert und verlassen war. Dann trennte man sich: Zlorf und Valeria gingen in eine Kneipe, dem Hufhof. Auf halben Weg dorthin begegneten sie einer Frau namens Jolanda, die sie weinend um Hilfe bat, weil Ihre fünfjährige Tochter Miranda seit dem Abend, an dem der Bau einstürzte, verschwunden ist und sie aber nachts ihre Schreie aus den Ruinen hört. Keiner schien Ihr zu glauben, weder die Stadtwache, noch der Stadthalter…Zlorf und Valeria versprachen, sich dort umzusehen. Danach ging es in die Gaststätte Hufhof, einem noblem Etablissement, zu nobel für Informationen, und so begab man sich in die Hafenkneipe ’Die 10 Seepferde’. Dort waren allerlei Seeleute, Halunken, es waren einige Glücksspiele am Laufen und der Wirt, ein älterer, von Leben gezeichneter Mann mit einem Glasauge und einer Narbe über dem Aug, schenkte Ihnen das Bier aus. Zlorf und Valeria erzählten von der Geschichte der Hochzeit, das ganze vergangene Abenteuer und der Rückkehr Aldrics. Der Wirt war begeistert von der Geschichte, die ganze Kneipe war es und die Drinks gingen alle aufs Haus. Der Wirt erzählte auch noch, dass der Bau des Schlosses unter Ausschuss der Öffentlichkeit stattfand und es sehr unglaubwürdig ist, dass der Architekt einen Fehler begangen haben soll, da er die meisten Gebäude der Stadt aufbaute und ein anerkannt fähiger Mann ist. Außerdem soll es unter den Ruinen ein Gangsystem geben, welches bis unter den Wald vor der Stadt führen soll. Und auch er hat Geschichten von verschwundenen Leuten aus der Nacht des Einsturzes gehört… Währenddessen besuchten Draszmar, Aldric, Marouque und Morwenna den Magieladen am Hafen…der sich eher als Alchemieladen herausstellte. Der alte Alchimist erkannt Aldric und glaube die Geschichte, und verkaufte Aldric ein paar Heiltränke…als plötzlich Marouque Nachricht von Shira bekam: Sie war ohnmächtig, in einer dunklen Höhle und ihr Flügel schien gebrochen. Cerridwen war auch bei ihr, aber bewusstlos. Es gab wohl einen grellen Blitz und danach waren sie in der Höhle… Als dann Zlorf und Valeria in den Laden kamen und Ihre Geschichte erzählten, beschlossen die Helden, sich doch genauer nach Einbruch der Dunkelheit bei den Schlossruinen umzusehen. Vorher besuchten sie den Wirt in den 10 Seepferden, der ihnen aber außer einer Nachtbleibe anzubieten nicht weiter helfen konnte… Es war jetzt etwa die fünfte Stunde des Nachmittages, bald würden die Arbeiter an der Ruine ihr Handwerk niederlegen und die Helden könnten sich dort umsehen. Bis dahin wollten sie sich noch etwas ausruhen…
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