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Zusammenfassung Sternenwind Light - Kapitel 12: 'Spielabend 29.09.2004 - Eine neue Gefährtin'   
Räuber: 6
Snotlings: 21
Snotling-Anführer: 3
Goblins: 9
Goblin-Krieger: 9
Goblin-Priester (Bane): 1
Gruftasseln: 2
Hobgoblin-Anführer: 1 (Hukbuk)
Räuberhauptmann: 1 (Amo Armbrecher)
Dunkelzwerge 2
Orks 1
Wölfe 2
Minotauren 1


Die frisch ausgebildete Kriegerin Amura aus Llayath plante ihre erste Erfahrung und ihre ersten Silberstücke durch das Eskortieren eines Händlerkarrens nach Orothel zu verdienen. Oh, wenn sie nur gewußt hätte, was sie sich dadurch einhandelt! Die Reise ging gut, bis sie aus der Tiefenebene durch eine Schlucht auf eine waldige Hochebene kamen. Hier im Wald wurden sie Opfer eines Hinterhalts von kleinen gemeinen grünen Kerlen mit großen spitzen Ohren. Amura konnte zwar zwei dieser Fieslinge mit ihrem Knüppel den Schädel einschlagen, konnte aber nicht verhindern, daß der Händler von Kutschbock gezerrt und niedergemacht wurde. Sie kämpfte tapfer weiter, aber die Übermacht war zuviel für sie: Von vielen Wunden geschwächt sank sie ohnmächtig zu Boden.

Als sie wieder erwachte, lag sie an eine Trage gefesselt auf einem Felsplateau mitten im Gebirge. Nicht weit von ihr war ein großes rotes Pentagramm auf den Boden gemalt, das gerade magisch zu leuchten begann. Dann erschien ein Stapel Fässer, Kisten und Säcke in dem Pentagramm. So etwas hatte sie noch nie gesehen! Aus einer nahen Höhlenöffnung kamen Goblins, hoben die Sachen auf und trugen sie in die Höhle. Kurz darauf trat etwas aus der Höhle, was Amura das Blut in den Adern gefrieren ließ: Eine riesige humanoide Gestalt, mit einem dichten rotbraunen Fell bedeckt, Hufen statt Füßen und einem massigen gehörnten Stierkopf. Bekleidet war diese Gestalt nur mit einem Lendenschurz. Sie trug auf ihrem Rücken festgeschnallt eine riesige Axt und zu ihrer linken und rechten Seite lief je ein großer grauer Wolf. Aus blutunterlaufenen Augen starrte dieser „Kuhdämon“ Amura an, dann rief er mit gutturalem Grunzen und Schnauben zwei Goblins herbei. Einer der Goblins hielt Amuras Nase zu und der zweite zwängte ihr die Öffnung eines Trinkschlauchs zwischen die Zähne. Die zähflüssige süßlich-bitter Flüssigkeit, die sie jetzt schlucken mußte, schmeckte einfach widerlich und brannte in ihren Innereien. Ihr wurde schwindlig, alles drehte sich um sie und sie verlor erneut das Bewußtsein.

Als sie erneut erwachte, war sie nicht mehr gefesselt und ihre Wunden waren geheilt. Sie war in einem kleinen Raum ohne Fenster. Der Raum war ausgekleidet mit schlecht gegerbten Tierfellen und an zwei Seitenwänden stand je eine kleine Truhe. Es stank entsetzlich nach den Tierfellen, nach Rind und nach Raubtier. Den Grund dafür konnte Amura auch gleich erkennen. Der einzige Ausgang an der gegenüberliegenden Wand wurde von dem „Kuhdämon“ und seinen Wölfen blockiert. Sehr undeutlich und sehr laut raunzte sie das Monster an: „Jetzt Rede!“. Bevor sie jedoch etwas erwidern konnte, wurden die Wölfe auf etwas auf der anderen Seite des Ausgangs aufmerksam, knurrten und stellten sich in den Durchgang. Der „Kuhdämon“ nahm seine Axt vom Rücken und lugte auch durch den Durchgang. Diese Gelegenheit nutzte Amura, um los zu schreien…

Als Winnibald noch einmal um die Ecke lugte sah er die Wölfe durch den Durchgang kommen und langsam die kleine Treppe betreten. Der Minotaurus war gleich dahinter. Plötzlich hörte man noch eine weibliche Stimme irgend etwas mit „Kuhdämon“ schreien.
Jetzt setzte sich Firwen in Aktion. Sie lief aus ihrer Deckung und streckte einen der Wölfe mit einem Schuß nieder. Winnibald drückte sich noch unauffälliger an die Wand.
Amura sah nur drei Meter entfernt ihre Ausrüstung liegen. Sie lief dorthin und hob Knüppel und Buckelschild auf.
Der Minotaurus geriet über den Tod eins seiner Haustiere in Riesenwut, stürmte an dem zweiten Wolf und Winnibald vorbei auf Firwen zu und versetzte ihr einen heftigen Schlag mit seiner Axt, dem sie nicht ausweichen konnte.
Der zweite Wolf kam nun langsam auch ganz heraus.
Milu griff todesmutig den Minotaurus direkt an, was er aber locker abwehrte
Alothas jagte dem Minotaurus einen schwachen Blitz auf den Pelz.
Avrandas begann sich für eine stärkere Feuerlanze zu konzentrieren.
Firwen trat einen Schritt zurück und traf den Minotaurus mit einem Pfeil, was ihn momentan in seiner Wut aber nicht weiter störte. Jetzt stand Milu alleine vor ihm.
Um den Minotaurus von Milu abzulenken, versetzte ihm Winnibald einen heftigen Schlag mit seinem schweren Dolch.
Amura griff inzwischen den Wolf von hinten an.
Der Minotaurus war nun richtig in Rage und traf mit seiner Axt Winnibald schwer. Auch von dem Wolf wurde der arme Winni noch angegriffen.
Milu versuchte den Minotaurus zu treffen, war aber chancenlos.
Ein weiterer schwacher Blitz kam von Alothas.
Avrandas konzentrierte sich weiter.
Durch den Kampfeslärm angelockt erschienen zwei Dunkelzwerge am anderen Ende des Ganges. Firwen beharkte den Minotaurus weiter mit Pfeilen, was ihm irgendwann den Garaus machte. Jedoch schaffte er es vorher noch Winnibald schwer zu verletzen. Dieser erledigte jedoch noch zusammen mit Amura den zweiten Wolf. Nun kamen die Dunkelzwerge heran, aber Avrandas setzte nun endlich auf einen von ihnen die Feuerlanze frei, auf die er sich schon so lange konzentriert hatte. Dem Zwerg kräuselte sich der Bart und er begann an mehreren Stellen zu qualmen, besonders aus den Ohren. Er blieb jedoch noch stehen, aber nicht mehr lange. Ein kleiner Blitz von Alothas, der nun langsam bis zur Erschöpfung zauberte und ein gut gezielter Pfeil von Firwen ließen ihn umkippen.
Als der zweite Dunkelzwerg dies sah, gab er Fersengeld und lief laut auf Dunkelzwergisch um Hilfe schreiend den Gang wieder zurück. Firwen schickte ihm zwar noch einen Pfeil hinterher, der ihn auch traf; davon ließ er sich aber auch nicht mehr aufhalten und entkam.

Amura und die anderen Helden machten sich nun kurz miteinander bekannt. Dann untersuchten sie den Minotaurus. Er trug eine Kette mit einem Anhänger, der eine schwarze Schwinge darstellte. Dieses Zeichen war den Helden auch schon auf Pergamenten, die an Snargl und Hukbuk gerichtet waren, aufgefallen.
Mehr hatte der Minotaurus nicht bei sich, da er ja nur einen Lendenschurz trug. Amura und Milu wagten einen Blick unter den Schurz und waren von dem, was sie da sahen sehr beeindruckt. Amura dankte den anderen Helden für die Rettung, da sie sich jetzt ausmalte, was der Minotaurus mit dieser „Ausrüstung“ mit ihr gemacht hätte. Milu hingegen fragte sich, ob es nicht Verschwendung gewesen war, ihn hinzuschlachten.
Im stinkenden Zimmer des Minotaurus öffneten sie nun die beiden kleinen Truhen. Darin fanden sie ca. 200 Silberstücke, eine beschlagene Keule und eine Lederkappe für Amura und einen Trinkschlauch mit der nun bereits bekannten und beliebten „Heilflüssigkeit“ der Goblins.

Jetzt war guter Rat teuer. Der entkommene Dunkelzwerg würde sicher bald Verstärkung holen, also mußte man irgendwie verschwinden. Winnibald, Firwen und Amura waren ziemlich angeschlagen und Avrandas und Alothas war die magische Energie ausgegangen. Milu wollte gerne an die Oberfläche zurück, da ihr Mielekkis Gunst ausgegangen war und sie erst wieder ein Ritual ausüben mußte, um wieder Wunder wirken zu können. Dafür brauchte sie lockere Erde, die es hier in dieser Steinhöhle nicht gab.
Avrandas wollte sich lieber im Geheimgang hinter dem Schrank verstecken und sich erst einmal ausruhen. Auch Alothas und Winnibald waren dafür, da sie befürchteten, daß alle wichtigen Punkte in der Mine wieder von Monstern besetzt werden würden, sollten sie wieder ganz an die Oberfläche gehen.

Also versteckte man sich wieder im Gang hinter dem Schrank und Winnibald baute den durch den Kampf ziemlich lädierten Schrank wieder so zusammen, daß er aussah als wäre er intakt (und kein Geheimgang dahinter). Man hatte dem Minotaurus den Kopf abgeschlagen und als Trophäe mitgenommen.
Milu und Firwen wollten aber immer noch an die Oberfläche. Also öffneten sie vorsichtig die Geheimtür am anderen Ende des Ganges, die zu der Halle mit der Schlucht führte. Dort sahen sie aber wieder zwei Dunkelzwerge, die mit Brückenbau beschäftigt waren und zwei mit Bogen bewaffnete Goblins, die Wache hielten. Das Risiko, hier wieder einen Kampf zu entfachen, wollten die beiden nun doch nicht eingehen.

So machte es sich die jetzt vergrößerte Gruppe in einem kleinen Raum im Geheimgang so gemütlich wie möglich. Da Amura und besonders Winnibald der Heilung bedurften, riskierten sie den Goblintrunk. Ihre Konstitution war jedoch dem Trank nicht gewachsen und beide kippten um wie gefällte Bäume (oder Bäumchen im Fall von Winnibald). Die anderen Helden ruhten auch acht Stunden lang. Keiner aufgestellten Wache fiel etwas Besonderes auf. Nach diesen acht Stunden schliefen Amura und Winnibald aber immer noch wie tot. Als sie mit mehr oder weniger sanfter Gewalt geweckt wurden, waren sie alles andere als fit. Sie waren todmüde und ihre Köpfe fühlten sich mindestens dreimal so groß an wie normal. Nach kurzem Gespräch knackten sie einfach wieder weg. Also ließ man sie noch mal vier Stunden lang schlafen.

Während dieser zweiten Schlafphase hörten die anderen Helden aus dem Raum hinter der Schrank-Geheimtür plötzlich Stimmen. Die vier gerieten sofort in Alarmbereitschaft. Es wurde kurz etwas in einer unverständlichen Sprache gebrabbelt und dann wurde es wieder still. Also machte man sich keine weiteren Gedanken und nach vier Stunden waren Amura und Winnibald wieder fit. Man beschloß, wieder aufzubrechen. Winnibald öffnete vorsichtig den Schrank, jedoch fielen beide Schranktüren mit einem lauten Knall zu Boden. Es schien aber niemand darauf aufmerksam zu werden, alles war still. Was noch bemerkenswert war: Die Leichen des Orks und der Goblins waren verschwunden. Als die Helden weitergingen, sahen sie auch, daß die Überreste des Minotaurus, der Wölfe und des Dunkelzwergs weg waren.

Also ging man vorsichtig den noch unerforschten Gang entlang. Nach rechts öffnete er sich zu einer unregelmäßigen Höhle, geradeaus war der Gang bald an einer Tür zu Ende. Winnibald horchte an der Türe, aber wie überall war es komplett leise. Auch Fallen konnte er keine entdecken. Also öffnete er die Türe. Dahinter war ein kleiner Lagerraum mit Kisten, Fässern und Säcken. Es gab hier Lebensmittel, Wasser, Werkzeuge, Verbandszeug, Lampen, Fackeln, Seile, usw. Die Helden deckten sich mit allem ein, was sie brauchen. Dann ging es weiter, um die Höhle zu erforschen. Den Kopf des Minotaurus hatten die Helden immer noch dabei. Milu und Firwen trugen ihn, jede an einem Horn. Die Höhle war etwa vier Meter breit und verlief lange in nordwestlicher Richtung. Nach kurzer Zeit zweigte ein schmaler Gang nach rechts ab. Aus diesem Gang war auf einmal wieder etwas zu hören: Leise, undeutliche Stimmen. Amura blieb als Wache zurück, damit den anderen nichts in den Rücken fallen konnte.

Einige Meter weiter zweigte wieder ein Gang nach rechts ab, der war diesmal etwas breiter. Auch die Höhle war hier gleich zu Ende. Die nordwestliche Ecke der Höhle war besser ausgearbeitet als der Rest und hier befand sich ein runder Brunnen. Er enthielt braunes stinkiges Wasser voller Algen. Milu erwog kurz die Möglichkeit ihres Rituals, aber dafür war das Wasser wohl doch noch zu flüssig. Asgar Steinbeißer, der Minenchef, hatte in der Karte der Helden eingezeichnet, daß hier mal ein schwarzes Ungeheuer gesehen worden war, also waren sie auf der Hut. Sie betraten den Gang, der sich schnell wieder in zwei kleine aufteilte. Sie wählten, den linken, der nach wenigen Metern an einer glatten Wand endete. Dies roch nur so nach Geheimtür. Und nach kurzer Zeit entdeckte Winnibald sowohl die Tür als auch den Öffnungsmechanismus.

Amura fühlte sich inzwischen ziemlich einsam in der großen Höhle und beschloß den anderen zu folgen. Sie konnte zwar nicht genau sehen, wo sie hingegangen waren, jedoch konnte sie den Geräuschen folgen. Die Helden waren zwar vorsichtig aber nicht ganz lautlos.
Inzwischen war man weitergegangen. Der Gang war nach zwei Biegungen schon wieder zu Ende und diesmal konnte Winnibald keine Geheimtüre finden. Dafür konnte Avrandas an der abschließenden Wand einen leichten Hauch Magie erkennen.

So, das war’s für diesmal. Was macht man mit einer mäßig magischen Wand? Wird man einen Hepl finden? Und wird Muli ähh, Milu endlich ein paar Krümelchen Erde auftreiben können?

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