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Zusammenfassung Sternenwind Light - Kapitel 6: 'Spielabend 16.06.2003 - Bann den Bane!'   
Das war ein ziemliches Geschnetzel diesmal. Wahrscheinlich inspiriert von der Fleischfresserei vorher. Hier die aktuelle Statistik:

Räuber: 3
Snotlings: 21
Snotling-Anführer: 3
Goblins: 5
Goblin-Krieger: 3
Goblin-Priester (Bane) 1

Nun, da standen sie. Zwei auf der einen Seite und konnten (oder wollten) nicht hinüber und drei auf der anderen Seite, die da nicht weiterkamen. Also beschlossen die drei, wieder zu den zweien herüberzukommen. Sie hatten ja schon recht locker die Brücke überquert und auch der Rückweg ging locker flockig, besonders bei Firwen. Fast war Avrandas versucht, es doch noch einmal zu versuchen, so leicht sah es aus, aber er überlegte es sich dann doch schnell anders.
Man beschloß, sich noch einmal die Doppeltüre mit der Bane-Fratze genauer anzusehen, also machte man sich vorsichtig auf den Weg durch den Gang, den rußgeschwärzten Raum und weiter in den kleinen Gang. Nach der Gabelung horchte Winnibald noch einmal an der kleinen Türe, hinter der man vorhin schon verdächtige Geräusche gehört hatte. Jetzt war dort lautes Schnarchen und leises Geplapper zu vernehmen. Da niemand in der Verfassung für einen Kampf war, untersuchten die Helden noch einmal die Doppeltüre. Es war nichts hinter ihr zu hören, aber insgesamt hatten alle ein ungutes Gefühl, besonders Milu, die die Präsenz von Bane-Energie wahrnahm. Nichtsdestotrotz öffnete Winnibald eine Türhälfte um einen Spalt und lugte hinein. Er sah einen großen, breiten Raum mit einer noch größeren Bane-Fratze als an der Tür an der gegenüberliegenden Wand. Ein Meter davor war ein Blutverkrusteter Altar mit eingelassenen Hand- und Fußschellen. Links und rechts des Altars standen Feuerschalen.
Mutig öffnete Winnibald die komplette Tür und die Helden traten ein. Jetzt waren zusätzlich Sitzbänke und rote und braune Stoffbahnen an den Wänden zu sehen, dies schien definitiv ein kleiner Bane-Tempel zu sein. In der Nordwand war noch eine Türe, die sofort untersucht wurde. Sie führte in einen kurzen Gang, der sofort wieder an einer Tür endete. Hinter dieser Tür schien jedoch jemand zu sein. Es schien Licht unter ihr hervor und es drangen auch leise Stimmen hindurch. Ein Blick durchs Schlüsselloch offenbarte Winnibald, daß dort mindestens ein Goblin und ein Snotling waren. Währenddessen untersuchte Firwen die Wände im Tempelraum. An der Westwand entdeckte sie eine gut versteckte Geheimtüre, aber keinen Öffnungsmechanismus und an der Südwand fand sie einen kleinen Hebel ziemlich weit oben an der Wand. Eine Untersuchung des Altars führte zu keinem Ergebnis. Winnibald wollte nun leise aus dem kleinen Gang herausschleichen, stolperte jedoch über seine eigenen Füße und rumpelte lautstark an die Wand. Sofort verstummte das Gemurmel hinter der Türe, es kam aber niemand heraus. Auf jeden Fall aber wurden die Helden erwartet.
Nun untersuchte auch Winnibald die Wände des Tempelraums. Er entdeckte in der Südwand unter dem kleinen Hebel noch eine Steinplatte, die sich von der restlichen Wand unterschied. Zu der Geheimtüre fand auch er keinen Öffnungsmechanismus. Die Helden beschlossen, den kleinen Hebel zu betätigen. Er öffnete die vorhin entdeckte Steinplatte, hinter der ein kleines Fach zum Vorschein kam. In diesem Fach war ein „Sixpack“, ein kleines Holzgestell mit sechs kleinen, dünnen, verkorkten Glasröhrchen darin. Drei der Glasröhrchen enthielten eine klare und drei eine silbrige Flüssigkeit. Avrandas versuchte mit seinen Alchimiekenntnissen, die Natur der Flüssigkeiten zu erkunden, konnte aber nur herausfinden, daß sie nicht schädlich waren. Ein mutiges Ausprobieren ergab, daß die klare Flüssigkeit heilte und die silbrige Flüssigkeit wieder Kraft zum Zaubern oder Wunder wirken zurückgab.
So gestärkt waren die Helden der Ansicht, einen Kampf wagen zu können. Zuerst wollten sie sich um die Schnarcher hinter der kleinen Tür kümmern. Damit ihnen niemand in den Rücken fallen konnte (oder sie wenigstens gewarnt waren, wenn es jemand versuchte) lehnten sie eine Sitzbank an die Nordtüre, so daß sie lautstark zu Boden (oder auf den Öffnenden) knallte, sollte jemand die Türe aufmachen. Dies geschah lautlos und geschickt, so wie es nur Winnibald und Firwen zustande brachten. Dann baute man sich vor der kleinen Türe auf, hinter der immer noch lautes Schnarchen zu vernehmen war: Als erster Winnibald, dann Firwen, bereit über ihn hinüber zu schießen, dann Alothas, dann Milu und ganz hinten Avrandas. Die Magier bereiteten Blitz- bzw. Feuerlanzenzauber vor und Winnibald riß die Türe auf. Dahinter war ein kleiner Raum mit zwei schlafenden Goblins und zwei rußgeschwärzten Snotlings, die Wache hielten und sofort losplärrten, als sie die Helden sahen. Die Goblins begannen aufzuwachen und dann ging alles ganz schnell. Die beiden Snotlings wurden Nullkommanichts niedergemetzelt, einer der Goblins war ein Häufchen Asche, bevor er aufstehen konnte und der zweite konnte zwar noch aufstehen, war aber dann auch gleich erledigt. Die Snotlings und Goblins hatten nur einige Silberstücke bei sich und der Raum enthielt außer einigen Schlafstellen nur noch eine kleine Glocke, die an einer Kette hing, die aus der Ostwand kam. Eine kurze Überlegung ergab, daß dieser Raum an den kleinen Wachraum am Eingang der Höhle grenzen mußte, so daß hier der Alarm schellte, wenn im Wachraum an der Kette gezogen wurde.
Nach diesem leichten Sieg war die Kampfmoral der Helden wiederhergestellt. Die Magier rüsteten sich noch mit der Lederkleidung und den Lederhelmen der Goblins und dann machten sie sich auf, um den Gegnern hinter der anderen Tür, die sie noch entdeckt hatten, den Garaus zu machen. Zunächst war aber noch taktische Planung angesagt. Erst würde die Sitzbank wieder von der Nordtüre des Tempelraums entfernt. Fast wäre sie dabei Winnibald aus der Hand geglitten, aber Firwen fing sie geschickt und leise ab. Dann öffnete man die Nordtüre, die in den kleinen Gang zu der zweiten Türe führte. Es ging darum, nicht direkt in dieser Tür zu stehen, wenn man sie öffnete, da man dann mehreren Gegnern gleichzeitig ausgesetzt war. Also rissen sie eine der Stoffbahnen von der Wand und trennten einen langen Streifen davon ab. Winnibald ging in den kleinen Gang, knotete das eine Ende des Streifens an der Türklinke fest und ging wieder in den Tempelraum zurück. Dort drückte er sich neben der offenen Türe an die Wand. Die anderen Helden taten es ihm links und rechts der Türöffnung gleich.
Nun zog Winnibald mit beiden Händen an seinem Ende des Stoffstreifens, um so die Klinke hinunter zu drücken und die Tür zu öffnen. Er stellte sich aber ungeschickt an und bei diesem Versuch klapperte die Klinke nur ein bißchen, aber die Tür öffnete sich nicht: Nun waren die Gegner wiederum gewarnt. Beim zweiten Versuch gelang es besser: die Tür sprang auf. Niemand sprang aber wüste Kriegsschreie ausstoßend daraus hervor. Bis auf ein paar leise Geräusche war auch nichts zu hören. Die Helden wagten ein paar kurze Blicke ums Eck und sahen einen relativ kleinen Raum mit einem Tisch und einem Bett. In den Bereichen, die sie nicht einsehen konnten, schien aber etwas oder jemand zu sein. So verharrten beide Parteien eine Weile in dieser Pattsituation, die Nervenanspannung stieg. Man hörte leises Gemurmel von drinnen, das entfernt wie „kommlaß“ klang. Dann ging das Warten weiter. Schweißperlen bildeten sich auf der Stirn, der Atem ging schwer, die Hände wurden feucht…
Plötzlich drang lautes Geschrei aus dem Raum. Die Helden fuhren zusammen. Kurz darauf wurde der Grund des Geschreis klar: Es mußte eine Anrufung an Bane gewesen sein, denn es trat ein Goblin in rotbraunen Gewändern und einem weißen Stab in der Hand in ihr Sichtfeld und deutete (weiter irgendwelches Kauderwelsch grölend) auf Avrandas und Firwen, die wiederum in seinem Sichtfeld waren. Sofort waren die beiden wie gelähmt und konnten sich nicht mehr bewegen. Dann kamen hintereinander zwei Goblins und zwei Snotlings aus dem Raum gestürmt, wobei in dem engen Gang erstmal nur die Goblins die Helden in Reichweite bekamen. Einer begann auf Alothas einzuschlagen, der andere auf Winnibald. Winnibald half Alothas, indem er dessen Angreifer, der mit dem Rücken zu ihm stand mit zwei Backstab-Angriffen erledigte. Alothas wehrte sich zusätzlich mit schnellen Zaubern und Milu begann eine Anrufung an Mielekki, die ihr beschränkte Kontrolle über einen Gegner verschaffen sollte. Nach einer Weile waren die Goblins und einer der Snotlings besiegt, der andere zog sich wieder in den Raum zurück. Während des Scharmützels hatte der Goblin-Priester Winnibald mit sofort wirkenden Anrufungen, die heftige Kopfschmerzen verursachten zusätzlich zugesetzt. Auch er trat wie der Snotling aus der Sichtweite der Helden. Die waren aber jetzt im Kampfesrausch und stürmten das Zimmer. Der Snotling war im nu niedergemacht, aber der Priester widersetzte sich durch große Stabilität und gute Paraden mit seinem Stab. Nun wachten glücklicherweise Avrandas und Firwen aus ihrer Starre auf und konnten wieder ins Geschehen eingreifen. Da hatte nun selbst der Priester keine Chance mehr. Er erledigte zwar fast noch Winnibald mit seinen Anrufungen, aber zuletzt erlag er der Übermacht und röchelnd stürzte er zu Boden und der Stab entglitt seinen Fingern und rollte Avrandas vor die Füße.
Der hob den Stab gleich auf und war recht begeistert davon. Er ließ sich leichter handhaben und war wesentlich stabiler als sein alter hölzerner Kampfstab, den er in der Lavaschlucht verloren hatte, obwohl er aus Knochen gemacht schien. Magie konnte Avrandas nicht spüren, aber Milu konnte eine unangenehme göttliche Aura daran feststellen, was Avrandas aber egal war. Ansonsten hatte der Priester nur einen kleinen Schlüssel bei sich. Auf dem Tisch standen die Überreste eines Mahls und es gab einen Hebel an der Westwand. Als Alothas ihn betätigte, öffnete sich die Geheimtüre im Tempelraum.
Des Weiteren stand noch eine eckige Holztruhe ohne Schloß in der Südostecke des Raumes. Winnibald, inzwischen von Milu wieder einigermaßen hergestellt, untersuchte sie auf Fallen, war sich aber nicht sicher, ob die Truhe vermint war oder nicht. Da beschloß Avrandas, die Truhe aus sicherer Entfernung mit seinem neuen Stab zu öffnen. Der Deckel klappte auf und nichts geschah. In der Truhe fanden die Helden rotbraune Ersatzroben, ein beschriebenes Pergament und zwei versiegelte Schriftrollen. Der Inhalt des Pergaments besagte, daß der Priester Snargl (wie er genannt wurde) von einem/einer gewissen C. beauftragt wurde, die Moral der Truppe aufrecht zu erhalten.
Alothas öffnete die beiden versiegelten Schriftrollen, konnte sie aber merkwürdigerweise nicht lesen. Auch waren sie nicht magisch. Als er sie Milu reichte, konnte die sofort eine göttliche Aura feststellen. Als sie einen Blick auf die erste Schriftrolle warf, fuhr ein Blitz aus der Schriftrolle in ihre Augen und das die Schriftrolle löste sich in ihren Händen auf. Aber in Milus Kopf war nun zusätzliches Wissen über eine Anrufung, die sie auch für Mielekki nutzen konnte. Schnell nahm sie sich auch die zweite Schriftrolle und mit der war es genauso. Jetzt hatte sie die zwei Rituale gelernt, die Snargl gegen die Helden verwendet hatte: Mentaler Schlag und Paralysieren.

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