Viel habt ihr ja nicht gemetzelt letztes Mal, aber wie denn auch, hähä. Hier ist die aktuelle Statistik:
Räuber: 3 Snotlings: 19 Snotling-Anführer: 1 Goblins: 4
Nun, Winnibald war also heldenhaft mit seinem Tisch in Richtung Geheimtüre unterwegs während sich die anderen wesentlich weniger heldenhaft hinter der Biegung versteckten. Er schaffte es auch bis zu der Stelle an der Wand, wo er die Geheimtüre auch gleich entdeckte, was den Goblin und die Snotlings hinter dem Gitter ganz schön nervös machte. Nun suchte er und suchte er nach dem verflixten Öffnungsmechanismus an der Wand, aber der war einfach nicht zu finden. Erst nachdem der Goblin und die Snotlings die Geheimtüre auf ihrer Seite der Grube öffneten, kam ihm auch noch die Idee, den Boden zu untersuchen. Und siehe da: Da war ein als Stein getarntes Knöpfchen. Und er drückte das Knöpfchen und die Geheimtüre öffnete sich. Die Snotlings machten keine Anstalten durch den Geheimgang zu kommen und anzugreifen, es hatten sich nur zwei von ihnen abwartend in den Geheimgang gestellt. Also mußten die Helden tätig werden. Firwen schlich sich in gebückter Haltung hinter Winnibald und seinen Tisch. Die Pfeile, die der Goblin und der Snotling auf sie abschossen, gingen fehl. Dann betrat Winnibald den 1m breiten Geheimgang, der gleich einen Knick machte. Er lugte kurz um die Ecke und starrte in das erschrockene Gesicht eines Snotlings, der gerade dasselbe machen wollte. Daraufhin griff Winnibald den Snotling an und Firwen, der Goblin und der dritte Snotling betraten auch noch den engen Gang, in dem jetzt ein Kampf entbrannte. Die Pfeile pfiffen nur so in beide Richtungen durch den schmalen Gang und irgendwie bekam das Winnibald gar nicht. Es war nötig, daß Alothas bis zum Rand der Grube lief und mit einem Blitz einen Snotling, der nur halb im Gang stand, wegpustete. Dann schafften Firwen und Winnibald mit Mühe und Not auch noch den letzten Gegner, aber Winnibald war dem Tode nahe. Er trank den gesamten Heiltrank aus, den sie vorher gefunden hatten. Dann wurde der Hebel auf dieser Seite der Grube betätigt, was bewirkte, daß das Fallgitter sich öffnete und die Grube von zwei großen Steinplatten, die aus den Wänden kamen, verschlossen wurde. Die Helden waren sehr beeindruckt von den aufwendigen Mechanismen in dieser Höhle und fragten sich, wer diese wohl angelegt hatte. Dann ging es weiter in dem Gang. Nach einem Knick nach links, zweigte ein kleiner Durchgang in einen großen, unregelmäßig behauenen Raum ab. In diesem Raum waren haufenweise Schlafstellen für Snotlings zu sehen und zwei Türen die hinausführten. Winnibald lugte kurz in den Raum hinein und fand sich Aug-in-Auge mit einem Snotling, der schon mit erhobener Waffe lauerte. Er zog schnell den Kopf zurück. Nun befand man sich wieder in einer Pattsituation, die Helden wollten nicht hinein und der (oder die) Snotling(s) kam(en) nicht heraus. Während die anderen Helden hier wachten, ging Winnibald als Scout den breiten Gang weiter. Die Helden waren neugierig geworden, da aus dieser Gegend ein rötliches Licht schimmerte und die Luft wärmer wurde. Nach zwei Biegungen gelangte Winnibald an eine große Schlucht, in der tief unten Lava floß und über die eine sehr wackelig aussehende Hängebrücke führte. Die Hitze war fast unerträglich. Vom Absatz auf der anderen Seite sah er zwei Gänge wegführen, aber man sah nicht wohin. Winnibald kehrte zu den anderen zurück und berichtete von seinen Beobachtungen. Da entschloß man sich doch, bezüglich der Snotlings tätig zu werden. Schnell war man sich einig: Sie sollten ausgeräuchert werden. Firwen riß eine Fackel von der Wand und warf sie in den Raum, darauf achtend, daß sie eine der Schlafstellen traf. Diese fing auch ziemlich schnell Feuer und die Flammen begannen sich auszubreiten. Dabei entstand natürlich viel Rauch, der nicht so schnell abziehen konnte. Die Helden konnten mehr als einen Snotling im Raum schimpfen und husten hören, bevor sie sich selbst vor dem Rauch zurückziehen mußten. Sie gingen in den Eingangsraum zurück, um zu warten. Nach ca. einer Stunde hatte sich der Rauch so weit verzogen, daß die Helden zurückgehen konnten. Sie fanden den ausgeräucherten Raum leer und ziemlich geschwärzt vor. Von Snotlings war nichts zu sehen, auch keine Überreste. So wurde eine der Türen geöffnet. Sie führte in einen kleinen Vorratsraum, der hauptsächlich Wasser und Rationen enthielt. So wurden die Vorräte aufgefrischt und es ging weiter. Hinter der zweiten Tür war ein schmaler Gang, der sich bald gabelte. Beide Gänge führten zu geschlossenen Türen. Die eine war eine normale eisenbeschlagene Holztür, hinter der man mehrere Stimmen hörte, die andere war eine breite Doppeltüre, auf die eine gehörnte Fratze geschnitzt war. Milu konnte mit ihrem Götterwissen diese Fratze als das Zeichen von Bane, dem bösen Gott nichtmenschlicher (-zwergischer/-elfischer/-halblingischer) Humanoiden identifizieren. Nun war guter Rat teuer. Die Helden waren sehr geschwächt und die Magier und Milu waren praktisch nicht mehr in der Lage zu zaubern oder Wunder zu wirken. So wagte man sich nicht hinter eine der beiden Türen. Milu war sehr fasziniert von Winnibalds Beschreibung der Lavaschlucht, sie wollte das unbedingt sehen. Also machte man sich dorthin auf. Auf dem Felsabsatz am Rand der Schlucht angekommen starrten die Helden beeindruckt in die Tiefe und ziemlich geschockt auf die äußerst morsch aussehende Hängebrücke, die darüber führte. Nun standen sie auch hier eine Weile ratlos herum, bis Milu ihren ganzen Mut zusammennahm und wagemutig über die Brücke balancierte, die dabei verdächtig knarrte und knackte. Von ihrem Erfolg so berauscht, ging sie gleich in einen der Gänge auf der anderen Seite, ohne auf die anderen zu warten. Von Milus Erfolg angestachelt, versuchte Avrandas die Brücke zu betreten, aber ihm langte schon der Blick in die Tiefe, als er den Fuß hob, um den ersten Schritt zu tun. Schlotternd machte er kehrt. Nach einiger Diskussion versuchte Firwen ihr Glück. Es kostete sie starke Überwindung auf die Brücke zu gehen, aber kaum war sie unterwegs, hüpfte sie ohne Probleme und elfengleich (wie auch sonst) auf die andere Seite. In diesem Moment kam Milu aus dem Gang zurück. Sie war eine Weile gegangen und hatte festgestellt, daß der Gang sehr weit führte und von Stein langsam in Erdreich überging. Da war sie umgekehrt, um zu den anderen zurückzukehren. Von Firwens Erfolg wiederum aufgestachelt, startete Avrandas einen neuen Versuch. Er raffte sich auf und betrat die Brücke. Der erste Schritt ging noch gut. Doch schon beim zweiten Schritt trat er in eine Lücke zwischen zwei Brettern, rutschte hindurch und konnte sich gerade noch am nächsten Brett festklammern. Dabei entglitt ihm sein Stab und der fiel…und…fiel…und…fiel, weit weit und fing Feuer und verglühte, bevor er noch in die Lava eintauchen konnte. Avrandas’ Füße baumelten in der Luft und seine Hände rutschen langsam aber sicher ab, er konnte sich nicht mehr lange halten. Firwen starrte von der anderen Seite nur hinüber und Milu bog sich unpassenderweise vor Lachen. Keine der beiden machte Anstalten zu helfen. Da sprang Winnibald auf die Brücke, stieg über Avrandas’ Kopf hinweg, drehte sich um, packte Avrandas an den Armen und versuchte ihn hochzuziehen. Dies schaffte der kleine Halbling aber alleine nicht, er konnte nur verhindern, daß Avrandas weiter abrutschte. Also kam Alothas noch hinzu und schob von der anderen Seite. Gemeinsam schafften sie es, Avrandas wieder auf die Brücke zu hieven. Alothas zog ihn wieder auf festen Boden zurück. Winnibald, der nun schon auf der Brücke stand, nutzte die Gelegenheit und ging leichtfüßig auf die andere Seite. Nun war die Gruppe getrennt und die Magier waren momentan garantiert nicht in der nervlichen Verfassung, einen weiteren Versuch zu wagen, die Brücke zu überqueren. Milu, Firwen und Winnibald warfen einen Blick in den noch unerkundeten Gang auf ihrer Seite. Der endete bald an einer massiven Metalltür, die verschlossen war. Winnibald versuchte seine Künste an dem Schloß, doch obwohl er alle Register seines Könnens zog, war er nicht in der Lage, das Schloß zu knacken. Tja, nun stehen sie da, die Helden. Die Gruppe ist in einem desolaten Zustand. Sie ist getrennt, die meisten sind mehr oder weniger stark verletzt, Milu hat für heute das Wohlwollen ihrer Göttin aufgebraucht und die Magier können auch nicht mehr aus der magischen Quelle schöpfen. Noch dazu ist einer von ihnen nur noch ein reines Nervenbündel. Wie können sie nur wieder zu der schlagkräftigen Truppe werden, die sie einmal waren?
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