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Zusammenfassung Sternenwind Light - Kapitel 3: 'Spielabend 15.4.2003 - Das Snotling-Fiasko'   
Legendär war das gestern. Selten einen so verhunzten Kampf gesehen. Das war das Werk wahrer unerfahrener Helden (nicht Spieler). Obwohl die ganzen Einser auch höherstufigeren Helden hätten passieren können, wahrscheinlich mit noch schlimmeren Auswirkungen.

Dabei fing alles so harmlos an. Die Helden waren mit der Köhlerfamilie zur Weggabelung zurückgekehrt und die Köhler machten sich auf den Weg nach Orothel. Alothas hatte nach zwei Stunden seinen schweren auralen Schock überwunden und alle waren unternehmungslustig nach dem leichten Sieg gegen die Räuber. Kaum gingen die Helden weiter in Richtung Osten zur nächsten Brücke, als sie hinter sich Stimmengewirr wahrnahmen: Jemand war der Köhlerfamilie begegnet. Da sahen sie auch schon eine bekannte Gestalt um die Ecke biegen: Avrandas, der zweite Magierlehrling des alten Zinethil.
Avrandas war bei der Verabschiedung der Helden in Orothel dabei gewesen, hatte aber nicht den Mut aufgebracht, sich ihnen anzuschließen. Nachdem sich die Menge verlaufen hatte, blieb er auf dem Dorfplatz zurück, setzte sich auf den Rand des Dorfbrunnens und begann zu grübeln. Zwei Stunden später war er zu einem Entschluß gekommen. Er packte schnell das Nötigste ein, schnappte sich seinen Stab, verabschiedete sich kurz von Zinethil und hastete den anderen hinterher. Auf dem Weg zur Weggabelung begegnete ihm ein unheimlicher Krähenschwarm, er entdeckte die Überreste des Wagens und ein Grab daneben und er bemerke die Spur der Wildschwein-Horde. Dann begegnete ihm kurz vor der Gabelung die Köhlerfamilie, die ihn freudig begrüßten und ihn darauf hinwiesen, daß die Gesuchten nicht weit waren. Und kurz darauf hatte er die anderen Helden gefunden.
Nach einer kurzen Begrüßung ging man gemeinsam weiter. Je weiter es ging, desto bedrückender wurde der Wald. Es herrschte eine unheimliche Atmosphäre, als wären die Tiere gleichzeitig aufgebracht und verängstigt. Nach 1,5h Fußmarsch bemerkte man, daß man sich wieder dem Bach näherte, die Brücke und die Forsthütte konnten nicht mehr weit sein. Da hörten die Helden rauhe Stimmen vor ihnen und man konnte das eine oder andere unflätige Wort erkennen. Winnibald schlich weiter, um zu erkunden, von wem die Stimmen kamen. Er schlich fast bis zur Brücke und sah am anderen Ufer die Forsthütte und davor zwei weitere Räuber, die zwei leere Handelskarren vor der Hütte aufbauten und mit trockenem Moos und Zweigen bestreuten, wobei sie sehr unflätig über die ihnen aufgebürdete Arbeit fluchten. Sie planten anscheinend Hütte und Wagen anzuzünden.
Einer der Räuber sagte, er "müßte mal pissen" und verschwand im Wald. Der andere schuftete weiter, doch dann hörte man plötzlich unterdrückte Schreie und ein Röcheln aus der Richtung des pinkelnden Räubers, dann ein hämisches Kichern aus dem Wald. Der verbliebene Räuber wurde sichtlich ängstlich, ließ seine Arbeit liegen, schnappte sich seinen Beutel und machte sich so schnell er konnte auf dem Weg davon.
Winnibald kehrte zu seinen Gefährten zurück und berichtete, was er gesehen hatte. Daraufhin gingen alle über die Brücke zur Hütte und sofort in den Wald, wo der Räuber "ausgetreten" war. Sie sahen ihn auch gleich am Boden liegen, mausetot, die Hosen waren noch heruntergelassen und er hatte mehrere Einstiche von Klingenwaffen am Körper. Firwen begann gleich mit der Spurensuche, konnte jedoch gar nichts erkennen und meinte, die anderen hätten die Spuren zertrampelt. Winnibald durchsuchte noch die Leiche, stellte aber nur fest, daß der Räuber beraubt worden war.
Unverrichteter Dinge kehrten die Helden zur Hütte zurück. Eine Untersuchung des Inneren der Hütte ergab, daß alles, was irgendwie von Wert oder Nutzen sein könnte, entfernt und der Rest zertrümmert worden war. Vor der Hütte hingen an einem Ast zwei Schlingen. Unter den Schlingen lagen zwei fein abgenagte Knochenhaufen. Eine genauere Untersuchung der Knochen ergab, daß sie wohl von Elfen stammten. Wie es schien, waren dies die Überreste der zwei elfischen Waldläufer, die hier gewohnt hatten. Milu beschloß sofort, die Gebeine zu begraben. Der Halbling und die Magier meinten, sie wären für diese Arbeit zu schwach, worauf sich Winnibald niedersetzte und zu mampfen begann und die Magier sich in die Hütte zurückzogen und dort lautstark meditierten. Firwen konnte beim Begraben auch nicht mitmachen, sie wurde wohl mit dem Tod ihrer Waldläufer-Freunde nicht ganz fertig.
Nach ca. einer Stunde als Milu mit dem Begräbnis fast fertig war, nahm Avrandas in der Hütte Brandgeruch war und stellte fest, daß jemand die Rückwand in Brand gesetzt hatte. Er versuchte, Alothas aus der Meditation zu holen, doch der war so in sich versunken, daß er die Außenwelt praktisch nicht mehr wahrnahm. Er wurde erst wach, als er von Avrandas am Arm aus der brennenden Hütte gezerrt wurde. Hämisches Gekicher aus allen Richtungen war zu hören und Firwen schoß einen Pfeil in Richtung eines Kicherns ab. Das brach nach einem erschrockenen Aufschrei ab und nichts war mehr zu hören. Die Helden suchten wiederum nach Spuren hinter der Hütte und im Wald und diesmal fand Firwen mehrere Spuren von kleinen Füßen, die sich tiefer im Wald vereinten. Diese Spur verlief sich aber dann im Wald, da die Bodenbeschaffenheit zum Spuren lesen nicht mehr geeignet war. Auch den abgeschossenen Pfeil fand Firwen wieder, er steckte in einem Baum und an ihm hing ein kleines Stück Stoff.
Nun wurde noch einmal über die Natur der kleinen Plagegeister gerätselt. Einige meinten, es wären Kobolde, doch Alothas, der einiges über Monster wußte, meinte, alle Anzeichen (als grün beschrieben, keine Magie erkennbar, Feigheit, Einsatz von Waffen) deuteten auf Snotlings hin. Es wurde jetzt über das weitere Vorgehen beraten und es kam der Vorschlag auf, den Snotlings eine Falle zu stellen. Dazu sollte die Leiche des Räubers als Köder verwendet werden. Sie sollte an einem Lagerfeuer so hingesetzt werden, daß sie noch lebendig erschien. Dies sollte jedoch nicht hier bei der Hütte geschehen, da das zu offensichtlich war. Dieser Plan wurde aber wieder verworfen, er wäre wohl zu mühselig gewesen, die Räuberleiche mitzuschleppen.
Inzwischen stand die Hütte komplett in Flammen. Die nächsten Bäume waren glücklicherweise weit genug entfernt, so brannte die Hütte recht schnell komplett ab, ohne den Wald in Brand zu stecken. Alothas schlug noch vor, weiter direkt durch den Wald zu gehen. Die anderen waren jedoch dagegen, sie wollten lieber auf dem Weg weitergehen. Ab hier kannte keiner der Helden die Gegend und so gingen sie vorsichtig und gespannt weiter. Was würde sie erwarten?
Der Weg führte in derselben Richtung weiter wie bisher, die Gefährten hatten also immer noch die Berge im Rücken. Die Sonne verschwand langsam hinter den Bergen, was die bedrückende Stimmung im Wald noch verstärkte. Alles schien noch mehr in Aufruhr zu sein als vorhin, etwas schien die Waldbewohner sehr zu beunruhigen. Nach etwa einer Stunde kamen die Helden an eine Kreuzung. Die Wege nach links und rechts schienen tiefer in den Wald zu führen. Geradeaus senkte sich das Gelände zu einem Einschnitt in die Hochebene, auf der der Wald lag. Dort wurden die Bäume lichter und das Gelände felsiger. Auch der Bach war wieder zu sehen, er floß in die Senke hinein. Aus Erzählungen wußten die Helden, daß aus der Senke weiter vorne eine Schlucht wurde, durch die der Bach floß und durch die der Weg in die Tiefebene nach Llayath führte. Da es bald dunkel wurde, beschloß man, nur noch ein Stück weiter in die Schlucht zu gehen und dort das Nachtlager aufzuschlagen.
So wurde es auch umgesetzt. Die Helden wählten den Weg geradeaus und wanderten noch für ein halbe Stunde weiter. Dann fanden sie eine geeignete Stelle, wo sie an der Felswand der Schlucht Schutz suchen konnten und der Bach gut zugänglich war. Winnibald hatte schon einen Riesenhunger und begann sofort zu mampfen. Milu begann über Mielekki zu erzählen und obwohl die anderen normalerweise an diesen Geschichten nicht so interessiert waren, schaffte sie es, sie durch ihr Charisma in ihren Bann zu ziehen. Besonders Avrandas, der sonst gar nichts mit Göttern am Hut hatte war sehr interessiert. Dann wurden die Wachen eingeteilt und Avrandas erhielt die erste und Milu die zweite Wache. Während seiner ganzen Wache mußte Avrandas noch über Milu und ihre Worte nachdenken. Als er sie dann weckte, hatte er noch einige Fragen an sie, bevor er sich schlafen legte. Als er versuchte, einzuschlafen, fragte er sich, was ihn wohl mehr faszinierte, Milus Worte oder Milus weibliche Reize. Während seiner Wache hörte Winnibald verdächtige Geräusche weiter vorne in der Schlucht, die sich wie Baumfäll-Arbeiten anhörten. Während ihrer Wache hörte Firwen Geräusche, die von einem Bären zu kommen schienen und voller Angst weckte sie die anderen auf. Nach dem Lärm, den das verursachte, verschwanden die Geräusche und die anderen beruhigten Firwen und legten sich wieder schlafen. Sonst gab es während der Nacht keine besonderen Vorkommnisse.
Der Morgen war dann wunderschön, die Sonne schien, der Bach rauschte idyllisch in seinem Bett, das Wasser war frisch und das Frühstück war gut, besonders für Winnibald. Alle erschreckenden Vorkommnisse des Vortags schienen vergessen als plötzlich das bereits bekannte boshafte Kichern zu hören war. Sofort griffen die Helden zu ihren Waffen oder hoben die Hände in Vorbereitung für Zauber. In ca. 20m Entfernung lugte ein Snotling mehrmals hinter einem Baum hervor und versuchte die Helden zu provozieren. Die fielen aber nicht darauf herein und blieben wo sie waren. Nachdem sie eine Weile nichts mehr von dem Snotling sahen, schlich Winnibald zu der Stelle, wo er gewesen war. Der Snotling war weg, Winnibald sah ihn nur ein Stück weiter vorne hinter den Bäumen verschwinden. Als er dies den anderen erzählte, kamen sie zu dem Schluß, daß der Snotling Verstärkung holen würde und beschlossen einen Hinterhalt zu legen. Firwen kletterte auf einen Baum, Winnibald verschmolz gekonnt mit der Felswand und Milu, Alothas und Avrandas duckten sich hinter Felsen. Sie warteten geduldig, aber erst nach 2 Stunden war etwas zu hören. Nur leider nicht aus der Richtung, wo sie erwarteten, sondern von Westen. Es waren eindeutig die Stimmen von Snotlings, die etwas von "Hintereingang" und "nicht auf Falle reinfallen" sagten. Milu, Alothas und Avrandas konnten sich gerade noch auf der anderen Seite der Felsen verstecken, als 4 Snotlings hinter den Bäumen hervortraten. Plötzlich waren aber auch weiter vorne aus der Schlucht Snotlings zu vernehmen und fünf von ihnen tauchten auf, einer davon wohl der Anführer, denn er sah stärker und besser gerüstet aus. Jetzt konnten sich Milu, Alothas und Avrandas nicht mehr verstecken, also beschlossen die Helden loszuschlagen, um das Überraschungsmoment auf ihrer Seite zu haben:

Winnibald
Griff aus seiner Deckung einen Snotling an, so daß dieser überrascht war und nicht so gut ausweichen konnte. So bekam er einen Schlag von Winnibalds Dolch ab, blieb aber stehen und wehrte sich dann. Ein weiterer Snotling kam dazu und griff Winnibald an. Er war den ganzen Kampf über mit diesen beiden Snotlings beschäftigt, die ihm ganz schön zusetzten. Dabei schlug er zweimal komplett daneben. Erst am Schluß des Kampfes, als die Snotlings fliehen wollten, schaffte er es sie zu erledigen.

Milu
Griff mit ihrem Krummsäbel einen Snotling an. Leider fiel ihr der Anführer der Snotlings in den Rücken und sie wurde in die Zange genommen. Sie schaffte es, beide nur ein bißchen zu verletzen bis sie bewußtlos zu Boden ging.

Firwen
Blieb auf dem Baum und erledigte zwei Snotlings mit ihrem Bogen. Dann stieß bei einem Schußversuch mit ihrem Ellenbogen an den Baumstamm und ihr Arm war für den Rest des Kampfes nur noch eingeschränkt verwendbar. Trotzdem traf sie den Anführer noch am Bein, was ihn stark schwächte.

Alothas
Wollte sich auf einen stärkeren Zauber konzentrieren, wurde aber von angreifenden Snotlings gestört. So beschloß er den Zauber abzubrechen und dem Angriff auszuweichen. Dann verwendete er einen schwächeren Zauber, der sofort wirkte und einen Snotling erledigte. Am Ende des Kampfes, als nur noch der Anführer übrig war, schlug Avrandas vor, mit Alothas zusammen sich auf ihn zu stürzen, ihn zu Boden zu reißen und gefangen zu nehmen, um ihn verhören zu können. Alothas durchdachte kurz seine Fähigkeiten, sah diesen Vorschlag als nicht sinnvoll an und ließ es bleiben.

Avrandas
Wollte sich wie Alothas auf einen stärkeren Zauber konzentrieren, wurde aber wie er von angreifenden Snotlings gestört. Auch er brach den Zauber ab und verteidigte sich mit seinem Kampfstab. Als er auf einen Snotling eine sofort wirkende Feuerlanze zaubern wollte, mißlang ihm dieser Zauber völlig, er brachte ihn mit seinem Lichtzauber durcheinander. Das bewirkte, daß die Flammen nicht auf den Snotling zuschossen, sondern kurz über Avrandas züngelten und er ab da von sich aus leuchtete.
Am Ende des Kampfes, als nur noch der Anführer übrig war, schlug er Alothas vor, sich mit ihm zusammen sich auf den Anführer zu stürzen, ihn zu Boden zu reißen und gefangen zu nehmen, um ihn verhören zu können. Alothas lehnte ab, also machte Avrandas das alleine. Er rannte von hinten auf den Anführer zu, sprang hoch in die Luft und ließ sich seitlich mit dem Ellenbogen auf den kleinen Snotling fallen. Der gab mit einem *KNIRSCH* unter ihm nach und rührte sich dann nicht mehr. Das Ansinnen, ihn zu verhören konnte also nicht mehr durchgeführt werden.

Die Helden gingen also siegreich aber stark angeschlagen aus der Snotling-Schlacht in der Schlucht hervor. Avrandas leuchtete im wahrsten Sinne des Wortes aus sich heraus. Bei dem Versuch, Milu zu heilen mißlangen sowohl Avrandas als auch Alothas die Heilzauber. Avrandas verursachte dabei bei allen Gefährten noch zusätzlichen Schaden und Alothas erlitt wieder mal einen schweren auralen Schock. Zu guter Letzt wurden durch Heilzauber und -rituale doch wieder alle aufgepäppelt und die Snotlings durchsucht. Winnibald eignete sich die Lederrüstung des Anführers an (die sowieso sonst niemandem paßte) und bei dem Anführer fand man noch ein kleines Pergament mit einer groben Zeichnung, auf der nach Einschätzung der Helden der Eingang zum Snotling-Versteck vermerkt war.

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