Mühsam bannte die Gruppe sich ihren Weg durch immer unwegsameres Gelände. Da man nur ungefähr wußte, wo sich Urnwal einmal befunden hatte, beschloß man, am Rande der Berge weiter nach Norden zu gehen. Der Weg schien immer weniger benutzt zu werden, und da man sich in der Trollschlucht befand, war man besonders auf der Hut und stellte aufmerksam Wachen auf. Zlorfi schaffte es, durch geschicke Fallen am ersten Tag noch einen Hasen zu fangen, aber am zweiten fand sich kein Tier mehr in der Nähe.
Als man schon fast geglaubt hatte, den Weg falsch eingeschlagen zu haben, fand sich die Gruppe auf einmal vor einem unüberwindlichen Hindernis. Hohe Steilwände taten sich auf einmal vor ihnen auf, und als einziger Weg blieb der nach Westen übrig. Lange folgte man diesem, und fand plötzlich einen Weg, der dem normalen Wanderer völlig unentdeckt geblieben wäre. Als man diesem folgte, schien er auf einmal breit und gut begehbar zu sein. Und nach einiger Zeit fand man doch tatsächlich den Eingang zu einer Höhle.
Mutig betrat die Gruppe den Eingang zur Höhle. Niemand schien seit langer Zeit diesen Weg beschritten zu haben. Verlassenen lagen die Räume für die Wächter vor ihnen. Die meisten Holzmöbel waren morsch und zerbrachen sofort, Kleidungsstücke und Papier zerfielen bei der leichtesten Berührung. Die Gänge schienen ein recht normales System darszustellen. Man fand die üblichen Aufenthaltsräume, einen Badesaal und ein seit langem verlassenen Labor, das wohl einem Alchimisten für seinen Studien gedient hatte. Nachdem Valeria in einem Badesall einen Schlüssel entdeckt hatte, konnte man dieses betreten. Alles war zerfallen und keine wichtigen Hinweise kontnen gefunden werden. Denoch fand man in einem kleinen Schänkchen zwischen ausgelaufenen oder zerbrochenen Fläschchen ein ganzes, das die Jahrtausende überstanden hatte. Nachdem man die Gänge untersucht hatte, aber keinen weiteren Weg nach Urnwal gefunden hatte, obwohl eine alte Tafel in eine bestimmte Richtung weiter in die Tiefe der Höhlen wies, entdeckte man einen Hebel. Sobald man diesen betätigte, öffnete sich an einer Kreuzung weiter vorne eine versteckte Tür, die wohl weiter Richtung Urnwal führte. Die Gruppe beratschlagte lange, wie man weiter vorgehen konnte. Die Tür öffnete sich nur kurze Zeit, und dahinter konnte man Geräusche hören. Schließlich warf man eine Fackel durch die geöffnete Tür und konnte im flackernden Licht riesige Spinnen erkennen. Der Gruppe war klar, daß nur ein gemeinsames Durchschreiten oder ein anderer Plan eine Chance bot, die Spinnen zu besiegen.
Schließlich griff man auf altbewährtes zurück. Marouque betätigte den Hebel und die anderen postierten sich um den Eingang. Als die Tür sich öffnete, wurde sie mit einer alten Metallbadewanne blockiert. So war es auch kein Problem mehr, die einzeln aus dem Gang auftauchenden Spinnen gemeinsam zu erlegen. Ehe das alte Hindernis unter dem Druck der Tür nachgab konnte dann die gesamte Gruppe den Eingang durchschreiten.
Zunächst schien der Raum eine Sackgasse zu sein. Zum Glück fand man einen Knopf, um die Tür auch von der anderen Seite zu öffnen. Gerade als man beratschlagte, wie man weiter vorgehen sollte, begann sich die gegenüberliegende Wand zu öffen.
Urnwal war wieder erschienen in seinem tausendjährigen Rhythmus. |