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Ein neuer Aufbruch - Kapitel 13: 'Zwergen-Strip-Cluedo'   
Nach dem Einbruch in Olandors Gemächer beschließen Onderon, Tam und Dorgan, die Flüssigkeit aus der Amphore sofort untersuchen zu lassen. Durch den Garten gehen sie in den Burghof der Hochburg, wo Tam einen Bediensteten aufhält und sich nach einem Alchimie-Kundigen erkundigt.
Der empfiehlt ihm an erster Stelle die Magierin Eegah. Als Tam nach einer Alternative fragt, bekommt er noch den Heiler Asantis Cureleoum genannt, der sich angeblich auch mit Alchimie auskenne. Die Helden machen sich sofort auf zu seinem Haus, das sich direkt neben dem „Humpen“ (wo sich gerade Baragor mit Olandor und dem Zwergensoldaten aufhalten), dem „Lachenden Narren“ und einem Bordell befindet. (Diese Tatsache ist ein weiterer Faktor für das spätere Verhängnis).

Auf ein Klopfen öffnet Heiler Asantis den drei Helden. Er tritt zuerst sehr arrogant und ablehnend auf (schließlich ist es schon 8 Uhr Abends), doch als sie sich als die Herren von Elderbog vorstellen, wird er sofort umgänglicher und bittet sie herein. Er erklärt sich auch für einen Unkostenbeitrag von 5 Goldstücken bereit, die Flüssigkeit zu untersuchen. Dies würde jedoch bis morgen Abend dauern. Die Helden sind mit diesem Angebot zufrieden und beschließen nun, gut Essen zu gehen. Dafür gehen sie in den „Lachenden Narren“, wo es als Attraktion den buckligen leibeigenen Zwerg Damin gibt, der dort als Helfer arbeitet, und den man zum Spaß mit Essensresten bewerfen kann. Sie setzen sich an einen Tisch, an dem bereits Leute sitzen, um ein paar Gerüchte aufzuschnappen.

Währenddessen trinkt Baragor mit den anderen beiden Zwergen im „Humpen“ einen über den Durst. Der verschlossene Olandor ist für seine Verhältnisse ziemlich gesprächig. Auf Baragors Erkundung hin, wie er denn Crohmcor von der Orks befreit hätte, erzählt er, dass er sich mithilfe von Lumpen, Dreck und Orkwaffen grob als Ork verkleidet hätte und sich bei Nacht ins Orklager geschlichen und Crohmcor herausgeholt hätte. Auf Crohmcors merkwürdiges Verhalten angesprochen meint er, dass dies kein Wunder wäre bei allem, was der Junge durchgemacht hätte. Er und Alaara würden aber daran arbeiten, dass es ihm besser ginge. Auf seine Zukunft angesprochen meint Olandor, dass er keinen Grund sähe, dass sich unter Tremoon an seinem Status etwas ändern würde. Sollte er aber wirklich nicht mehr gebraucht werden, dann könne er ja vielleicht wieder nach Corinnes gehen.

Inzwischen lassen es sich die anderen drei im „Lachenden Narren“ schmecken. Den Leuten am Tisch haben sie sich nicht als Herren von Elderbog vorgestellt, sondern einfach nur mit ihren Namen. Die Tischnachbarn sind sehr gesprächig und neigen extrem zu Klatsch und der Übertreibung von Gerüchten. Hauptgesprächsthemen sind die bevorstehende Krönung Tremoons und die Taten der Helden in Ryhn`Cesaah. Dabei werden die Heldentaten und Geschichten über die Helden selbst maßlos übertrieben. Eine Ähnlichkeit mit wirklichen Personen und Ereignissen ist nur sehr entfernt festzustellen. Tam beginnt, etwas nachzubohren und auch nach den MacMannads zu fragen. Die werden wohl als harmlos angesehen, aber gleich darauf folgt das Gerücht, dass der Graf in den Kerkern tief unter der Burg seit ungefähr 2 Jahren einen MacMannad gefangen halte, dessen Vorname mit „G“ begänne. Diese Kerker befänden sich wahrscheinlich in der Nähe des Morgath-Tempels, der tief unter der Burg versteckt wäre. In dem Tempel würden auch Menschenopfer stattfinden und dieser MacMannad würde dann wahrscheinlich anlässlich Tremoons Krönung geopfert werden. Auf Tams Frage hin, warum Jola Yvada die Krone abgäbe, bekommt er die Antwort, dass er sich nun dann voll und ganz seiner Tätigkeit als Morgath-Hohepriester widmen würde. Dies sei auch der Grund, warum er in letzter Zeit immer schlechter aussähe.
Nach ca. 2 Stunden haben die Helden aufgegessen und genug unglaubwürdige Gerüchte gehört. Sie wünschen sich mehr Stimmung und beschließen, im „Humpen“ zu Baragor zu stoßen.
Dort angekommen setzen sie sich zu den drei Zwergen an den Tisch und beginnen mitzubechern. Nach kurzer Zeit kündigt Olandor an, dass er sich zurückziehen möchte und wankt nach draußen.

Nun beginnen die Ereignisse, die als das „Verhängnis im Heilerhaus“, auch „Zwergen-Strip-Cluedo“ genannt, in die Geschichte eingehen werden.

Onderon folgt Olandor nach draußen und schleicht ihm nach. Als er einige Schritte vom „Humpen“ entfernt ist, bleibt Olandor stehen und sieht sich nach allen Seiten um. Dann geht er – überhaupt nicht mehr schwankend – festen Schrittes weiter. Überraschenderweise geht er zum Haus des Heilers Asantis und klopft dort an der Tür. Asantis öffnet ihm sofort mit den Worten: „Gut, dass Ihr kommt, ich muss Euch etwas erzählen!“ Als beide im Haus verschwinden, kommt Tam auch vor die Türe des “Humpen“. Er und Olandor gehen zum Heilerhaus und suchen nach offenen Fenstern und einer Hintertür, um zu lauschen. Es gibt jedoch keine und die Fensterläden sind auch geschlossen. Nach ca. 2 Minuten kommt Olandor aber wieder heraus und geht in Richtung Hochburg. Onderon schleicht ihm nach und folgt ihm bis zum Hauptgebäude, das Olandor betritt. Daraufhin kehrt Onderon zu Tam am Heilerhaus zurück.

Die Helden schlussfolgern nun: Onderon bezieht die Flüssigkeit aus der kleinen Amphore von Asantis. Dadurch, dass sie die Flüssigkeit gerade zu Asantis zur Analyse gebracht haben, kombiniert damit, dass sie nach dem Einbruch die Tür von Olandors Arbeitszimmer nicht mehr verschließen konnten, haben sie Olandor nun darauf gebracht, dass sie seine Gemächer durchsucht und die Flüssigkeit gefunden haben.
Tam fasst nun einen schicksalhaften Plan: Er beschließt, ein von ihm selten verwendetes Wunder anzuwenden: die Selbstverwandlung. Er will sich in Olandor verwandeln, um Informationen aus dem Heiler Asantis herauszuholen. Da er das Wunder aber bisher sehr selten verwendet hat, fällt ihm leider, leider erst beim Wirken wieder ein, dass sich dabei nur sein Körper verändert, nicht die Kleidung. Schnell wirft er seine Kleidung bis auf den Lendenschurz von sich, um bei der Verwandlung in einen zwar wesentlich kleineren, aber auch wesentlich dickeren Zwerg, nicht in Probleme zu geraten.

Nach vier Minuten steht nun ein etwas ratloser, wie Olandor aussehender, nur mit Lendenschurz bekleideter Tam in der dunklen Gasse am Heilerhaus. Seine Sachen vertraut er erstmal Onderon an. Tam überlegt erst, ob er so dem Heiler gegenüber treten soll, entscheidet sich jedoch dagegen und bittet Onderon, Dorgan und besonders Baragor aus dem „Humpen“ zu holen. Dies tut Onderon auch und nun entsteht erst einmal Verwirrung, bis Tam den anderen beiden klargemacht hat, dass er er ist und nicht Olandor. Als Dorgan und Baragor überzeugt sind, folgt die nächste folgenschwere Entscheidung: Tam bittet Baragor, ihm seine Kleidung zu leihen, damit er den Heiler befragen kann. Schweren Herzens lässt sich Baragor überzeugen, was zu folgender Konstellation in der Gasse führt: Dorgan, Onderon mit Tams Klamotten in der Hand, Tam als Olandor bekleidet mit Baragors Sachen und Baragor nur mit Lendenschurz bekleidet.

Nun klopft Tam/Olandor an der Tür zu Asantis´ Haus, aber es wird ihm nicht geöffnet. Er stellt fest, dass die Tür nicht verschlossen ist und tritt ein. Im Verkaufsraum ist niemand und es ist auch dunkel. Durch eine geöffnete Tür zu einem Hinterzimmer dringt jedoch Licht. Tam/Olandor betritt dieses Zimmer, das sich als Labor und Lagerraum herausstellt. Hinter einem Arbeitstisch mit brodelnden Flüssigkeiten liegt zusammengesunken Asantis noch mit einem Becher in der Hand. Seine blaugrüne Gesichtsfarbe, die heraushängende Zunge und die hervorquellenden Augen zeigen deutlich, dass er nicht mehr unter den Lebenden weilt.
Tam/Olandor holt sofort die anderen drei, die sich auch bestürzt das Schlamassel anschauen. Nach kurzer Untersuchung stellt sich heraus, dass Asantis erwürgt worden ist. Die Helden sind überzeugt, dass Olandor der Täter ist und sie sind auch überzeugt, dass sie ihn nun am Wickel haben.

Erst einmal durchsuchen sie das Labor und finden eine große Auswahl an Tränken, inklusive Liebestränke. Etwas besser versteckt sind kleine Amphoren, wie Olandor eine in seiner Truhe hatte. Sie sind beschriftet mit „Ungoria“. In einem Fachbuch, von dem hier auch einige vorhanden sind, finden die Helden einen Eintrag darüber: Ungoria ist ein tödliches Gift, dass durch Lähmung wirkt. Es muss über die Blutbahn angewendet werden und führt in spätestens 2min zum Tod, wenn vorher nicht das Gegengift eingenommen wird. Vom Gegengift hat Asantis auch einige Amphörchen vorrätig, vom dem die Helden (und auch vom Ungoria) etwas einsacken.

Nun beginnen die Helden einen Plan zu schmieden: Sie wollen durch Tams Verwandlung Olandor noch mehr belasten. Dazu gehört, dass sie Asantis´ Labor auffällig verwüstend durchsuchen. Dann will Tam als Olandor sehr auffällig das Haus verlassen, damit er ja gesehen wird. Leider sind das die einzigen Details des Plans, die ausgearbeitet werden, mehr stimmen die Helden untereinander nicht ab. Onderon hat noch eine zusätzliche Idee: Da sie ja vorher bei Asantis waren, was sie verdächtig machen könnte, will er sich ein Alibi verschaffen (während Tam den Olandor mimt). Dafür will er in das benachbarte Bordell gehen, während Tams Aktion startet. Gesagt, getan, Onderon verschwindet (inklusive Tams Kleidung) ins Bordell zu einer mehr oder eher weniger hübschen Dame.

Leider hat Onderon den Sinn dieser Aktion seinen Kameraden wohl nicht ausreichend kommuniziert, denn besonders Baragor scheint nicht hinter denselben gekommen zu sein, wie sich in den folgenden Geschehnissen herausstellen wird.
Als Momentaufnahme noch einmal die aktuelle Situation: Onderon befindet sich mit einer käuflichen Dame in einem Privatzimmer des Bordells, wobei er Tams Kleidung dabei hat. Tam, Dorgan und Baragor befinden sich im verwüsteten Labor des Heilers Asantis, der auch anwesend ist, allerdings in massiv unlebendigem Zustand. Tam hat durch ein Wunder Olandors Aussehen angenommen und trägt Baragors Kleidung. Dorgan sieht aus wie er selbst und trägt auch seine eigene Kleidung. Baragor sieht auch aus wie er selbst, nur trägt er außer einem Lendenschurz gar keine Kleidung und ist außerdem vom Zwergengezeche noch ziemlich betrunken. Der von den Helden der mörderischen Tat verdächtigte Olandor ist schon seit geraumer Zeit in der Hochburg (Labor durchsuchen und verwüsten, Bücher lesen und Pläne schmieden dauert so seine Zeit), wo er vermutlich schon lange die aufgebrochene Tür zu seinen Gemächern entdeckt hat.

Nun überstürzen sich die Ereignisse: Die Helden hören Hufschlag von draußen. Baragor öffnet die Tür einen Spalt, um hinauszuspähen. Was er dort sieht, lässt sein Zwergenblut kochen: Olandor reitet im Schritt in voller Waldläufer-Ausrüstung vorbei. Neben ihm geht ein Unteroffizier der Burgwache. Er wünscht Olandor, der sich anschickt, die Burg zu verlassen viel Erfolg bei seinem Auftrag. Baragor wird von wilder Verzweiflung erfasst, da sich sein Hauptverdächtiger anschickt, sich zu verdrücken. Er stürzt fast nackt und betrunken aus dem Haus des gerade ermordeten Heilers, zeigt auf das Thronratsmitglied und Vertrauten des Grafen Olandor in Anwesenheit einer Burgwache und brüllt. „Haltet den Mörder!“
Tam und Dorgan geraten in Panik. Sie wollen auf keinen Fall im Haus des Ermordeten und schon gar nicht bei dem Ermordeten erwischt werden, besonders Tam nicht, der immer noch Olandors Gestalt hat. Also reißen sie Fenster und Fensterläden an der Rückwand des Hauses auf und springen hinaus. Dort hinter dem Haus verstecken sie sich erst einmal.

Inzwischen versucht Baragor der Wache klarzumachen, was er mit seinem Ausbruch meint. Er erzählt von Asantis´ Ermordung und bezichtigt weiterhin Olandor. Er sagt, er hätte ihn vor kurzer Zeit das Heilerhaus betreten und nach 2 Minuten wieder verlassen sehen. Der Unteroffizier schaut Baragor an, als hätte er einen komplett Irren vor sich. Der Beschuldigte Olandor sieht eher etwas belustigt drein. Dennoch folgen beide Baragor in das Heilerhaus, wo er ihnen die Leiche zeigt. Beide reagieren entsetzt und der Unteroffizier ruft sofort weitere Wachen.

Nun wird Baragor befragt. Er weist die Wachen darauf hin, dass Asantis keinen Selbstmord durch Gift begangen hätte, wie es den Anschein hat, sondern dass er erwürgt worden wäre. Dazu zeigt er ihnen die Würgemale an Asantis´ Hals. Dann erzählt er die ganze Geschichte mit einigen Auslassungen:
- Das Trinkgelage im „Humpen.
- Olandor verlässt den „Humpen“ und geht ins Heilerhaus
- Onderon und Tam beobachten 2min später Olandor beim Verlassen des Heilerhauses
- Onderon, Tam, Dorgan und Baragor betreten das Heilerhaus und entdecken die Leiche
- Onderon geht daraufhin ins Bordell (große Fragezeichen auf den Gesichtern der Wachen)
- Baragor sieht Olandor vorbeireiten und läuft hinaus
- Gleichzeitig springen Tam und Dorgan aus den Fenstern (noch größere Fragezeichen auf den Gesichtern der Wachen)
Auf die Frage hin, warum er denn keine Kleidung trüge, antwortet Baragor, das täte hier nichts zur Sache, es wäre das Resultat einer Wette.
Als Baragor vom Fenstersprung erzählt, verwandelt sich Tam hinter dem Haus sofort zurück, wobei er in Baragors Kleidung dann sehr seltsam aussieht, da sie für ihn viel zu kurz und zu weit ist. Er und Dorgan flüchten erst einmal ins Bordell, um hinter dem Haus nicht gefunden zu werden. Nach einem kleinen Obolus von einem Goldstück werden sie auch zu Onderon vorgelassen, dem sie das ganze Schlamassel berichten.

Unterdessen fragen sich die Wachen, ob sie es bei Baragor mit einem gefährlichen Mörder, einem armen Irren, nur einem besoffenen Zwerg oder allem gemeinsam zu tun haben. Olandor kann bestätigen, dass er mit Baragor lange im „Humpen“ gesessen hat und dass Baragor viel getrunken hat. Er meint auch, dass Baragor seiner Meinung nach über jeden Zweifel erhaben sei und wohl nur etwas zuviel intus hätte. Der Unteroffizier versucht noch einmal Baragors Aussagen zusammenzufassen:
Wache: „Sie haben gemeinsam im Humpen getrunken?“
Baragor: „Ja.“
Wache: „Dann hat Herr Olandor den Humpen verlassen und Eure Freunde sind ihm gefolgt?“
Baragor: „Ja.“
Wache: „Eure Freunde haben gesehen wie Herr Olandor Asantis´ Haus betritt und 2min später wieder verlässt?“
Baragor: „Ja.“
Wache: „Dann seid Ihr in das Haus gegangen und habt die Leiche gefunden?“
Baragor: „Ja.“
Wache: „Daraufhin ist Euer Freund ins Bordell gegangen……???“
Baragor: „Ja.“
Wache: „Dann habt Ihr Herrn Olandor vorbeireiten sehen und seid hinausgestürzt und habt gebrüllt: `Haltet den Mörder!´?“
Baragor: „Ja.“
Wache: „Gleichzeitig sind Eure anderen Freunde aus dem Fenster gesprungen……??????“
Baragor: „Ja.“
Wache: „Und warum habt ihr keine Kleider an?????????“
Baragor: „Das tut jetzt nichts zur Sache. Es handelt sich dabei um eine Wette“

Tja, so sieht es jetzt aus. Die Frage ist nun: Wie können die anderen Spezialisten Baragor aus dieser Situation herauspauken?

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