Baragor Eisenfaust lebt behütet im Ered Khazad auf. Er hat nur wenige Kontakte zu Menschen (Händler & Abenteurer aus dem Osten) Ork-Überfälle aus dem Westen auf das Zwergenreich lassen ihn Orks hassen.
Es kommt zu Schwierigkeiten: Eine Fehde zwischen Zwergenklans, eine angeblich entehrte Zwergenfrau, kombiniert mit Baragors Starrsinn und Rachsucht führt zu einem Eklat. Baragor ist der Sündenbock (mehr oder weniger selbst verschuldet) für einige unzwergische Untaten. Er wird von der Ältestenversammlung der Zwergengesellschaft des Ered Khazad für schuldig befunden und verurteilt: Seine Bartspitzen werden um 2cm gekürzt und er wird auf Lebenszeit aus dem Ered Khazad verbannt.
Am liebsten würde er nun nach Westen gehen, um Orks zu bekämpfen. Er ist sich jedoch im Klaren, dass er alleine dort nicht viel ausrichten wird. Also wendet er sich zunächst nach Osten. Dort sind verstreute kleine Menschensiedlungen, primitive Festungen und zwei größere Dörfer, Darl im Norden an der Küste und Mantar am Ufer des Flusses Arin.
Er verdingt sich eine gewisse Zeit als Söldner und Leibwächter bei kleinen Auseinandersetzungen zwischen den verstreuten unabhängigen Menschensiedlungen. Seine Bekanntschaft mit einigen Händlern und Abenteurern, die das Ered Khazad besucht hatten, hilft ihm dabei. Für einen Dienst, den er dem Syre von Darl erweist (rettet seine Tochter aus den Händen eines Finsterlings namens Griswald MacGrimmond), bekommt er das beste Stück aus dessen Waffenkammer: Eine magische Streitaxt. Er versucht immer wieder, die Menschen zu motivieren, sich zusammenzuschließen und präventiv die Orks im Westen des Gebirges anzugreifen. Dabei stößt er jedoch auf taube Ohren: Die Menschen hier fühlen sich relativ sicher und sind mit ihren eigenen mehr oder minder kleinen Problemen beschäftigt.
Unzufrieden macht sich Baragor nach ca. 1 Jahr auf, um woanders Verbündete für seinen Kreuzzug zu finden. Er hat von Elfen und einem mächtigen Magier im Osten gehört und beschließt dort nach Unterstützung zu suchen. Durch einen lukrativen Auftrag (Eskorte eines Handelszuges) verschlägt es ihn erstmal nach Südosten. Dort gibt es leichte Querelen zwischen den unorganisiert verstreut lebenden Elfen und einem aufstrebenden kleinen Fürstentum Lleandris. Obwohl er zunächst ein ausgesprochener Exot ist, und sie ihm auch sehr fremd sind, kommt Baragor mit den Elfen recht gut zurecht. Er spielt sogar eine gar nicht mal kleine Rolle bei der Beilegung von Streitigkeiten zwischen Elfen und Menschen, was dazu führt, dass sich einige Elfen in Lleandris ansiedeln. Ein nicht unbedeutender Schatz, den Baragor in einer verlassenen Gruft im Hoheitsgebiet von Lleandris gefunden hatte, ist dabei sehr hilfreich. Aus diesem Schatz behält er das beste Stück: Einen Mithril-Schuppenpanzer.
Auch hier findet Baragor niemanden, der mit ihm gegen die Orks im Westen ziehen will. Zu seiner Freude erfährt er jedoch, dass die Steppe jenseits des östlichen Gebirges, das neuerdings „Rücken der Orks“ genannt wird, seit Jahrzehnten von Orks überflutet wird. Einer seiner Elfenfreunde schlägt ihm vor, in die Festung Ryhn Cesaah im Norden zu ziehen. Sie wird von einem mächtigen Zauberer beherrscht, der kompetente Magier und Krieger um sich geschart hat. Da würden sich garantiert Mitstreiter gegen die Orks finden. Allerdings würden nicht alle dort dem lichten Weg folgen, also sollte Baragor vorsichtig sein. Einer seiner Elfenfreunde gibt ihm als Vorsichtsmaßnahme ein Amulett zum Schutz gegen Magie mit (Silberner Halbmond in einer grünen Emailfassung).
Er zieht am Fluss Erin entlang nach Norden bis er zu einem Gasthaus und einer kleinen Fähre bei Stromstellen ankommt. Der Wirt des Gasthauses heißt Zaltar Idara und weist Baragor den Weg nach Osten. Nach einiger Zeit gelangt er in einem kleinen felsigen Vorgebirge an die kleine Festung Corax. Nach dem Vorgebirge wird die Landschaft immer malerischer: Lichte Laubwälder, idyllische Lichtungen, wunderschöne Blumenwiesen. Bald kommt er – nachdem er bei einer weißen Marmorbrücke einen kleinen Fluss überquert hat- am Fuß des Gebirges in einem Wald an eine weiße Festung, von kunstvoll verzierten Holzhäusern umgeben.
Hier herrscht gerade emsiger Betrieb. Diener, Knechte und Mägde rennen wie aufgescheuchte Hühner durch die Gegend. Kompetent aussehende Personen aller Rassen stehen in Gruppen zusammen und diskutieren, teilweise scheint die Diskussion sehr hitzig zu sein. Baragor bemerkt auch ein Hintergrundgeräusch, ein leises, sehr tiefes Brummen. Niemand scheint besonders Notiz von ihm zu nehmen, also betritt er durch das offen stehende Tor die Festung. Hier ist der Tumult noch größer, die Leute schreien sich gegenseitig an. Er schnappt „unverantwortlich“, „zu große Macht“ und „nicht herum spielen“, aber auch „Gelegenheit“ und „neue Ordnung“ auf. Vor einem großen Gebäude mit Turm im Süden der Festung steht eine Gruppe von in Roben gewandeten Männern, die zwar entschlossen, aber gefasst aussehen.
Hier in der Festung ist das Brummen lauter zu vernehmen und Baragor spürt eine leichte Vibration im Boden. Er wendet sich an die Männer, die sich als Magier herausstellen. Sie heißen ihn willkommen und bitten ihn um Entschuldigung für die Aufregung. Es läge daran, dass der Meister gerade ein wichtiges Experiment durchführe. Baragor könne jedoch mit einem seiner Stellvertreter reden, um sich vorzustellen.
Er folgt einem der Magier in das Gebäude, der ihn durch eine große Doppeltür und eine Wendeltreppe hinunter in einen großen runden Raum führt. Der Raum hat geradeaus und auch rechts je einen weiteren Ausgang. Hier unten sind Brummen und Vibration sehr verstärkt wahrnehmbar und Baragor beginnt zu überlegen, ob er nicht doch so schnell wie möglich wieder verschwinden sollte. Er folgt seinem Führer jedoch durch den Ausgang geradeaus. Hier führt eine Treppe mit Stufen aus Obsidian nach unten. Ein Künstler ist gerade dabei, Fresken an den Wänden links und rechts zu beenden. Die Motive sind Baragor größtenteils unbekannt, jedoch sind sie ihm irgendwie unheimlich.
Er beginnt langsam zu ahnen, dass es hier wohl vor kurzer Zeit starke Änderungen zum Negativen hin gegeben hat, von denen seine Freunde im Süden noch nichts wussten. Am Fuß der Treppe gelangt Baragor nun in einen großen rechteckigen Empfangsraum mit luxuriöser Einrichtung. Ein Magier in prächtig geschmückten goldenen und roten Roben lässt gerade eine bewusstlose oder tote Person in blauen Roben von zwei riesigen Kriegern wegschleppen. Baragor hört den Magier noch leise sagen: "So geht es allen Verrätern, die am Meister zweifeln!" Hier unten brummt und vibriert es nun sehr unangenehm. Die magische Energie ist so stark, dass es selbst Baragor spürt und sich ihm die Barthaare kräuseln. Er will gerade umkehren, um diesen unheimlichen Ort zu verlassen, da geschieht es:
Die Erde beginnt zu beben, das Brummen steigt zu einem unerträglichen Dröhnen an. Baragor will auf den Ausgang zulaufen, doch die Luft fühlt sich an als würde sie immer dicker werden. Es ist als würde man sich durch dicke Suppe bewegen. Es wird unerträglich heiß. Der Magier, der ihn hereingeführt hat, der in roten und goldenen Roben und der bewusstlose in blauen Roben sehen so aus als würden sie rot glühende Risse bekommen. Sie werden in die Luft gerissen und aus Mund und Augen fahren ihnen Feuerzungen. Baragor bewegt sich weiter in Zeitlupentempo auf die Treppe zu. Die Magier brechen auseinander und Feuer wälzt sich aus ihnen heraus. Baragors Amulett wird eiskalt. Das Feuer breitet sich in Sekundenschnelle im Raum aus, verschlingt die Einrichtung und die beiden Krieger. Es erreicht Baragor und schließt ihn ein. Es ist fast unerträglich heiß, doch er nimmt keinen Schaden. Jetzt ist er unfähig, sich weiter zu bewegen. Das ihn umgebende Feuer wird immer heller, bis es sich in strahlend weißes Licht verwandelt. Ein immer stärker werdender Druck wird auf seinen Körper ausgeübt.
Dann wird es dunkel und er spürt nichts mehr.
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